9 Kommentare zu “Happy or sad?

  1. Diese Art von Texten meinte ich, werter Maccabros, als ich davon sprach, dass du dich unter Wert verkaufst. Du liest irgendwo einen Text, nimmst ihn auf, gehst auf den Kloh, denkst ihn weiter und schüttelst dir spontan einen Vers aus den Rippen. Meistens klingt das dann – nicht zuletzt durch den Reim – wie eine alte Weisheit, die wir so noch nie, aber hundertmal anders gehört haben. Ich finde diese Reime – hast du bei mir auch schon gemacht – einfach peinlich und total überflüssig. Das sind Texte, mit denen du dein eigentliches Werk nur verunstaltest und zukleisterst. Ein Lektor schickt dir dein Manu sofort zurück, nachdem er zwei dieser Dinger in Reimform gelesen hat mit dem Vermerk: „Fleißig gereimt“. Sag das oben einfach mal ohne Reim und du merkst wie banal die Aussage de facto eigentlich ist. Es ist jedem Rhetoriker bekannt, dass man jeder Aussage die Anmutung von Bedeutung geben kann, wenn man sie gereimt vorträgt. Eigentlich ein uralter Trick und wer etwas unbedarft ist und sich nicht auskennt, staunt Lego-Steine und lobt den großen Dichter Maccabros: Dichterfürst :).

    Ich wollt dir das nur mal offen gesagt haben, weil es irgendwann zu einem bösen Erwachen kommen kann, wenn es dir andere sagen. Ich würd mich an deiner Stelle wirklich mehr auf die selbst gefühlten und selbst erlittenen Emotionen verlassen, also auf diese Texte, die ganz oben auf deiner Seele schwimmen und einfach raus müssen. Alles was brennt und zwickt und beißt: Hau es raus. Doch andere Gedanken zu variieren, auch wenn du sie in dem Moment zu deinen Gedanken machst, das verkauft dich unter Wert bzw. macht dich zum Ladenhüter. Ich meins gut, denn ich weiß, dass ich mich durch meine ehrliche Meinung in die Nessel setze. Aber das Risiko muss ich eingehen und ich hoffe, es bringt dich weiter. Denk mal drüber nach. Ansonsten halt ich mich in der Beziehung, Texte zu kritisieren fortan etwas zurück. Ich bin ja nicht der liebe Gott: Am Ende täusch ich mich und mach noch was kaputt .. LG PP

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  2. Danke für Deine Offenheit – ein Satz hat mit einem Reim nicht mehr Bedeutung – er mag wohlgefälliger klingen, aber mehr auch nicht, sofern wir die Worte lesen, wie sie gemeint waren.

    Die Texte lese ich und reagiere sofort darauf – ich schreibe, was ich aus diesen Zeilen ziehe, wie ich es empfinde oder was ich daraus mache, denn jeder empfindet anders oder drückt sich anders aus.
    Mitunter ist es einfach meine Art, gelesene Texte zu kommentieren, sei es in gereimter Form oder nicht.

    Ich mache sie nicht zu meinen Gedanken, ich kennzeichne sie als das was es ist – eine Inspiration, oder hier, eine Variation dessen, was jemand anderes erdacht, gefühlt oder geschrieben hat, daher schmücke ich mich nie mit fremden Federn.
    Und ob es dann möglicherweise eine Weisheit ist,oder so klingt, mag der entscheiden, der es liest

    Die Gretchenfrage, die so alt ist wie die Welt – muss ein Gedicht sich reimen, oder ist es ohne Reim erst ein Gedicht?

    Gedichte gibt es in vielfachen Formen und meine Art ist es, sie nahezu immer gereimt darzustellen, egal ob auf Deutsch oder in Englisch, denn ich kann kaum ohne Reim schreiben, weil es für MICH dann nicht klingt, es ist für MICH falsch, was nicht heißt, dass es für andere Schreiber ohne Reim nicht richtig ist.

    Ich bewundere Menschen, die lyrische Zeilen abliefern, OHNE Reim mit einem Tiefgang, den ich nur mit Reim erlange, jedenfalls meiner Meinung nach.

    Im besagten Fall gebe ich Dir Recht – es ist kein wunderbarer Vierzeiler und gehört gewiss nicht zu meinen Sternstunden, aber den Anspruch hat die kleine Reaktion hier auf die ursprünglichen Zeilen auch nicht – Gedanken die mir beim Lesen in den Sinn kamen und die ich versuchte so auszudrücken.

    Darüber hinaus müsstest Du mich mittlerweile kennen, dass ich die meisten meiner Werke selber schreibe und diese beschriebenen Inspirationen eher selten benutze, es sei denn, wie hier, was an sich eine Art „Unterhaltung“ unter ähnlichen Seelen war.

    Halte Dich bitte nicht zurück, denn wer schreibt hat auch Kritik zu nehmen, ob sie angenommen/übernommen wird oder nicht – das schätze ich u.a. an Dir.

    Daher schreibe was Dir gefällt oder nicht, oder wie Du Texte / Gedichte / aufgeschriebene Gefühle empfindest…

    LG

    Maccabros

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    • Schöner hätte man sich nun nicht für konstruktive Kritik bedanken können 🙂
      @Prinz: Ich gebe Maccabros definitiv recht, dass du dich auf keinen Fall zurück nehmen solltest. Deine Meinung so frei zu äußern ist nicht nur dein gutes Recht, es ist auch sehr willkommen, denn wenn wir uns hier untereinander austauschen, warum sollte sich das denn verbitten, mal zu sagen, dass einem etwas nicht gefällt? Auch daraus kann man lernen.

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      • Ich muss mich entschuldigen, denn ich habe einen Denkfehler begangen, den du mir, lieber Maccabros aufgezeigt hast. Danke dafür: Deine Antwort auf andere Texte ist deine Art, ein Feedback zu geben, das eben anders als eine normale Entgegnung und auf seine originelle Weise antwortet. Es soll von dir aus nicht mehr oder weniger bedeuten als: Ich habe deine Worte verstanden, ich fühle mit dir und gebe dir eine Antwort darauf. Dem Empfänger ist es ja nicht peinlich oder überflüssig, nur für dein eigenes Oeuvre. Ich hab mich immer geehrt gefühlt und würd mich freuen, deiner etwas unorthodoxen Entgegnung weiterhin würdig zu sein. Ich bin manchmal ein Dummkopf. Mea Culpa ❤

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