10 Kommentare zu “Am Ende des Weges

  1. Darf ich fragen wie alt du bist? Ich bin inzwischen 45, war angekommen, war wirklich angekommen. Habe eine wundervolle Partnerin, die sich vor 7 Wochen das Leben nehmen wollte, und Montag ziehe ich nun aus, weil sie in einer anderen Welt ist, hat nichts mit uns zu tun, sie kann nichts mehr, weder, leben, noch lieben und sie bat mich auszuziehen. Und so laufe ich wieder…. So wie du, laufen das Leben lang, auch wenn man glaubte, man ist angekommen…. Pfffffff, von wegen, das ganze Leben ist ein Weg, der erst endet wenn deine Seele den Körper verlässt 😦

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  2. „.. von wegen, das ganze Leben ist ein Weg, der erst endet wenn deine Seele den Körper verlässt .. “

    Davon ist ja die Rede in der Geschichte von Schattenengel, wenn ich das nicht völlig falsch verstanden habe. Und die Frage ist eben, ob am Ende des Weges endlich Frieden einkehrt oder ob es noch schlimmer kommt. Keiner weiß, was danach kommt .. und so laufen wir uns weiterhin die Füße wund auf diesem Weg, der oft grausam ist, aber doch nicht so ungewiss wie die Ungewissheit nach der letzten Biegung .. Wunderschöner und tiefsinniger Text übrigens, der die Angst vor dem Danach nicht verdrängt, aber auch nicht zum Thema macht und die wunden Füße als Metapher sieht für vieles, was sich abnutzt im Leben, seelisch, psychisch und physisch. Die Enttäuschung der ersten großen Liebe, ich glaube, das ist etwas, was für ein ganzes Leben prägt, aber auch desillusioniert. Nennen wir es beim Namen: Es ist ein Trauma. Ich habe dieses Trauma auch hinter mir, auch wenn es mich noch prägt und gleichermaßen traurig und wütend macht. Ich kann damit inzwischen umgehen, auch wenn ich manchmal wild um mich schlage und zerstöre, was ich liebe oder andererseits meinen Weg zum Ende der Straße abkürzen möchte. „Wunde Füße“ steht eigentlich für eine wunde Seele, für ein blutendes Herz. Frühe Verletzungen, Narben .. wer es kennt, versteht mich. Das macht manchmal aggressiv und trifft Unschuldige. Verzeiht mir ❤

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  3. Hier einmal ein älterer Text von mir:

    Am Ende aller Flure

    Das letzte Zimmer
    am Ende aller Flure,
    betritt es nicht.

    Das Ende der Suche,
    wer weiß wohin sie führt,
    klopfe hier nicht an.

    Halt dir die letzte Option offen,
    du hast alles gesehen,
    kein Gott hat dich je begrüßt.

    Kein gehörnter Satan
    hat dir die Welt erklärt,
    kein Pferdefuß hat dich gekauft.

    Bleibe bei dir,
    verlass nicht die Welt
    durch das letzte Zimmer.

    Atme, atme tief,
    weine, weine alle Tränen,
    werde du, werde du selbst.

    Das letzte Zimmer,
    am Ende der Welt,
    betritt es nicht.

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  4. PS: Das obige Poem hatte ich einmal für eine drogenabhängige Bloggerin (Heroin) geschrieben, aber wenn ich es heute lese, weiß ich, dass es eigentlich an mich selbst gerichtet ist .. Kein gutes Gedicht, aber das Thema ist ähnlich: Ende der Straße, Ende aller Flure. Menschen denken oft in verschiedenen Bildern, aber die Farben ähneln sich. Schwarz ist auch eine Farbe, sonst könnten wir sie nicht sehen und spüren: Sie ist kalt wie der Tod, aber auf ihrem Hintergrund spielt sich das Leben ab. Am Ende sind alles Sterne dunkel ..

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    • Wohl war. Schwarz aber finde ich muss nicht unbedingt kalt sein, es kann auch eine erfüllte Farbe sein – erfüllt von Mystik zum Beispiel.

      Dein Gedicht finde ich übrigens schön 🙂 Vielleicht nicht schön im eigentlichen Sinne, sondern passend dramatisch, und traurig vor allem.

      Wir laufen unser ganzen Leben und wir sind wund, und wenn wir uns wund laufen, werden uns womöglich noch mehr Wunden zugefügt, wenn wir dachten, wir könnten unsere wunden Füße ausruhen.

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      • Ja, wohl war, aber da hilft nur der Humor, mein großer Retter in der Not. Ich hatte heute zu meiner Arbeit noch zwei Mitarbeiter zu vertreten, die sich durch den Feiertag ein verlängertes WE gegönnt haben. Das war Stress pur, aber ich hab einfach gelacht, als es mir zum Heulen war :3

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