3 Kommentare zu “Friedhofsbesuch

  1. Schon als kleines Kind war ich mit Oma oder Mum auf dem Friedhof. Und bekam mit, dass da „Menschen liegen“, die wir besuchten. Ich verstand noch nicht den Tod oder das Sterben, aber es war sonderbar in diesem großen Irrgarten, der von einer riesigen Mauer umgeben war und wo es so ruhig und friedlich war und es lauter kleine Beete gab, die bunt bepflanzt waren.

    Meine Mutter bearbeitete die Gräber und kniete sich hin, um die Hände zu falten und ich tat es ihr nach. Meine Mutter weinte dann auch oft und ich verstand es noch nicht. Aber es war ein schönes Ritual, es war etwas Besonderes, die Toten zu besuchen, die ich gar nicht gekannte hatte. Das geht mir heute erst alles auf, wo ich deinen Text lese.

    Danke für diese Erinnerung. Ich habe keine Toten zu beklagen, aber ich habe Demut und Respekt vor dem Leben und dem Tod. Und ich wünsche mir, dass ich sobald keinen Menschen verliere, aber wenn ich ihn verliere, werde ich an seinem Grab gedenken, denn dann bin ich ganz nah beim ihm und er – vielleicht – bei mir.

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    • Selbst wenn wir einen Menschen gehen lassen müssen, so besteht er doch in unserer Erinnerung fort. Ein Friedhof ist ein Ort, dies zu zeigen, zu würdigen, und um sich diesen Menschen näher zu fühlen – denn oftmals nehmen wir im Alltag gar nicht wahr, dass ein Teil dieser Menschen in uns fortbesteht.

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