13 Kommentare zu “Ich warte

  1. Jeder hat nur ein Leben. Ein Leben lang warten, hieße „die Liebe mit dem Leben büßen“, wie Wondratschek schreibt in dem Gedicht „In einem kleinen Zimmer in Paris“. Ich hatte es dir ja schon einmal ans Herz gelegt, weil ich glaube, dass es das beste Gedicht ist, das dieser Dichter geschrieben hat.

    Aber ich verstehe dich und kann mit dir fühlen. Du bist eine Romantikerin und das ist gut so und das liebe ich so an deinen Texten und in den Texten ist es ja auch schön, aber in der Realität sollte man auch dem Verstand und dem nächsten Partner eine Chance geben, der an das wunde Herz klopft und schüchtern Eintritt erbittet. ❤

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    • „in einem kleinen Zimmer in Paris“, ich habe mir deine Empfehlung zu Herzen genommen und war so froh, dass du es mir empfohlen hast. Er kann sich bei Weitem nicht an Poe messen, aber seine Sehnsucht drückt er einfach unglaublich überzeugend aus. Mein Herz machte Aussetzer und Hüpfer beim lesen und ich hätte meinen können, es versuchte Salsa zu tanzen 😉

      Ich danke dir für deine so unwahrscheinlich lieben Worte. Lass dich drücken – gedanklich wenigstens ❤

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      • Wer kann sich mit Poe messen? Hier ein Poem, das er vor seinem tot geschrieben hat und das post mortem veröffentlicht wurde und für mich neben dem Raben sein schönstes Gedicht ist, weil es von Abschied handelt, als hätte er seinen tot vorausgeahnt. Es mag sein, er meint sich selbst, der Abschied nimmt und für immer geht .. ein Rückblick auf sein Leben immerhin:

        A Dream Within a Dream
        By Edgar Allan Poe

        Take this kiss upon the brow!
        And, in parting from you now,
        Thus much let me avow —
        You are not wrong, who deem
        That my days have been a dream;
        Yet if hope has flown away
        In a night, or in a day,
        In a vision, or in none,
        Is it therefore the less gone?
        All that we see or seem
        Is but a dream within a dream.

        I stand amid the roar
        Of a surf-tormented shore,
        And I hold within my hand
        Grains of the golden sand —
        How few! yet how they creep
        Through my fingers to the deep,
        While I weep — while I weep!
        O God! Can I not grasp
        Them with a tighter clasp?
        O God! can I not save
        One from the pitiless wave?
        Is all that we see or seem
        But a dream within a dream?

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  2. Wer kann sich mit Poe messen? Hier ein Poem, das er kurz vor seinem tot geschrieben hat und das post mortem veröffentlicht wurde und für mich neben dem Raben sein schönstes Gedicht ist, weil es von Abschied handelt, als hätte er seinen tot vorausgeahnt. Es mag sein, er meint sich selbst, der Abschied nimmt und für immer geht .. ein Rückblick auf sein Leben immerhin:

    A Dream Within a Dream
    By Edgar Allan Poe

    Take this kiss upon the brow!
    And, in parting from you now,
    Thus much let me avow —
    You are not wrong, who deem
    That my days have been a dream;
    Yet if hope has flown away
    In a night, or in a day,
    In a vision, or in none,
    Is it therefore the less gone?
    All that we see or seem
    Is but a dream within a dream.

    I stand amid the roar
    Of a surf-tormented shore,
    And I hold within my hand
    Grains of the golden sand —
    How few! yet how they creep
    Through my fingers to the deep,
    While I weep — while I weep!
    O God! Can I not grasp
    Them with a tighter clasp?
    O God! can I not save
    One from the pitiless wave?
    Is all that we see or seem
    But a dream within a dream?

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  3. Wer kann sich mit Poe messen? Hier ein Poem, das er vor seinem tot geschrieben hat und das post mortem veröffentlicht wurde und für mich neben dem Raben sein schönstes Gedicht ist, weil es von Abschied handelt, als hätte er seinen tot vorausgeahnt. Es mag sein, er meint sich selbst, der Abschied nimmt und für immer geht .. ein Rückblick auf sein Leben immerhin:

    A Dream Within a Dream
    By Edgar Allan Poe

    Take this kiss upon the brow!
    And, in parting from you now,
    Thus much let me avow —
    You are not wrong, who deem
    That my days have been a dream;
    Yet if hope has flown away
    In a night, or in a day,
    In a vision, or in none,
    Is it therefore the less gone?
    All that we see or seem
    Is but a dream within a dream.

    I stand amid the roar
    Of a surf-tormented shore,
    And I hold within my hand
    Grains of the golden sand —
    How few! yet how they creep
    Through my fingers to the deep,
    While I weep — while I weep!
    O God! Can I not grasp
    Them with a tighter clasp?
    O God! can I not save
    One from the pitiless wave?
    Is all that we see or seem
    But a dream within a dream?

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  4. PS: Man las das Poem bisher, als sei es ein Abschied von seiner geliebten Frau Virginia gewesen, aber ich glaube langsam, es war ein Abschied von seiner Tante, die ihn liebte wie eine Mutter. Deshalb auch der Kuss auf die Braue und nicht auf den Mund. Poe hatte vor seinem tot einige Suizidversuche unternommen. Es war ein Abschiedsgedicht vom Leben. Das geht mir gerade eben erst auf. Danke, dass du mich zu diesen Gedankengängen angeregt hast, traurig, aber nötig. ❤ :*

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    • Traurig ist so vieles, aber wo es Trauer gibt, da ist auch Trost zu finden.
      Ich wage es gar nicht, mich bei diesem Gedicht auf eine Art von Abschied festzulegen. Womöglich wollte Poe das auch gar nicht… womöglich schon… Das schöne an Gedichten ist ja, dass man sie so schreiben kann, dass jeder sie anders versteht. Man muss sie gar nicht 1:1 in die Gedanken des Autors zurückübersetzen können. Und das ist das schöne an Lyrik: Selbst wenn du nicht so denkst wie der Autor, so kannst du doch immer etwas aus seinen Gedichten lesen für dich selbst…

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